Shampoo ist nicht gleich Shampoo. Das suggeriert zumindest die Werbung. Und irgend etwas wird daran ja auch schon sein. Doch macht es einen Unterschied, oder ist das alles nur Reklame?
Was bringen die Inhaltsstoffe wirklich?
Na klar, es gibt selbstredend immer Extremfälle. Der Autor erwarb zum Beispiel dereinst - innerhalb der EU(!) - versehentlich ein Shampoo, welches Formaldehyd enthielt. Dieser Stoff ist bekanntlich karzinogen und mithin nichts, womit man den Körper unnötig in Berührung bringen möchte. Ein solches Haarpflegemittel kann man sich also getrost in die Haare schmieren - aber bitte nur sprich- und nicht wortwörtlich!
Nicht in die Haare schmieren, sondern jeweilige schmücken, kann man mit Rosen, sollte dabei aber natürlich mit den Dornen aufpassen. Wenn man nun aber kein großer Hippie ist und auf die optische und die haptische Komponente keinen Wert legt, bekommt man den Rosenduft auch durch die Haarpflege hin. Auch andere Extrakte aus Blüten- oder Pflanzenteilen werden zu Haarwaschmitteln verarbeitet, und man schreibt ihnen unterschiedliche Eigenschaften zu. Doch ist das nur Beutelschneiderei ohne einen Effekt, der über die Geruchskomponente hinaus gehen würde?
Unterschiedliche Typen von Shampoo
Tatsächlich liegt die Sache wohl so, dass unterschiedliche Shampoos tatsächlich über verschiedene Eigenschaften verfügen. So gibt es Shampoos für strapaziertes Haar, die zwar nicht wirklich zur Wiederherstellung von kaputtem Haar taugen, aber zumindest das Haar ansehnlicher machen, wenn es bereits so weit gekommen ist. Zur tatsächlichen Pflege sollte man aber nicht auf das Shampoo alleine vertrauen, sondern zusätzlich Festiger und Pflegemittel wie Haaröl. Im Prinzip handelt es sich um Shampoos für trockenes Haar, nur in höherer Konzentration der Wirkstoffe. Trockenem Haar wirkt man entgegen, indem man es geschmeidiger macht und ihm stärkere Kämmbarkeit verleiht. Shampoo für fettiges Haar dagegen soll die Talgdrüsen daran hindern, zu viel Fett abzusondern.
Denn die meist jungen Menschen mit dem Problem des fettigen Haupthaars stehen ja vor einem ganz eigenen Problem. Dieses gestaltet sich folgendermaßen, dass sie die Haare häufig waschen müssen, häufiges Waschen allerdings die Talgdrüsen zu einer stärkeren Fettproduktion anregt. Shampoo gegen fettiges Haar ist also vor allem ein Shampoo, das zur häufigen Nutzung gedacht ist. Wenn Sie sich dafür interessieren, welches Shampoo wie gut ist, empfiehlt es sich, einen Shampoo Test anzusehen. Denn was die Hersteller so erzählen, kann viel sein, wenn der Tag lang ist. Denn Reklame, das sind keine Verbraucherinformationen, sondern vielmehr Verkaufsargumente. Und beim Argumentieren zählt nun einmal leider vor allem die Form, wie ein Sachverhalt dargestellt wird; ein guter Redner kann alles gut verkaufen, auch wenn er selbst weiß, dass es sich um Unfug handelt. Gelogen werden darf in der Werbung natürlich nicht. Was die Grenze zur Lüge nicht überschreitet, auch wenn es nahe dran ist, ist hingegen statthaft.