Haarige Probleme

Von Haarausfall sind die meisten Männer betroffen. Dabei ist es ein natürlicher Vorgang, dass man(n) mit zunehmendem Alter und sinkendem Testosteronspiegel seine Haarpracht einbüßt. Den Mann an sich trifft es aber meist ganz besonders hart, wenn er die ersten, sich ausdünnenden Stellen bemerkt. Denn volles kräftiges Haar ist ein Zeichen von Gesundheit und Kraft und damit auch von Männlichkeit.

So versuchen viele Männer etwas dagegen zu tun. Ob Koffeeinshampoo oder spezielle Tinkturen und Lotionen, es gilt dabei immer sorgfältig abzuwägen zwischen Einsatz und Nutzen. Auch die persönliche Einstellung nimmt Einfluss auf die Schwere des Problems, darauf, inwieweit der Mann sich durch Haarausfall beeinträchtigen lässt - wie ein prominentes Beispiel zeigt.

Was ist die Eitelkeit wert?

 

In einem Interview mit Morten Harket, dem Sänger der Erfolgsband A-ha, berichtete der Pop Star der Reporterin, dass auch er sich selbst als eitel einschätzen würde und immer mal wieder überlege, ob er etwas gegen die Zeichen der Zeit unternehmen solle oder nicht. Jedoch wehrt er sich entschieden gegen Gerüchte, dass er bereits jetzt bei seinem Aussehen nachgeholfen habe. Botox habe er nicht nötig, sagte er, jedenfalls noch nicht. Als Grund für seine Schönheits-OP Abstinenz nennt der 50-jährige aber keine ideologischen Gründe, sondern gesteht, dass er zu ängstlich sei.

Sein dünner werdendes Haar lasse ihn schon seit Jahren darüber nachdenken ob er nicht mal eine Haartransplantation machen lassen solle. Aber er habe zu viel Angst, dass etwas schief gehen könnte und die Gefahr bestehe, nach der Betäubung nicht mehr aufzuwachen.

Nur ein kleiner Eingriff

 

Die Sorgen des A-ha Sängers sind nicht völlig unbegründet, aber doch übertrieben. Natürlich kann immer etwas schiefgehen, aber gerade bei einer Haartransplantation beim Mann ist gar keine Vollnarkose erforderlich. Der kleine, wenig invasive Eingriff wird nur unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Eine Gefahr des Nicht-wieder-Aufwachens besteht also gar nicht. Wer sich vor Schmerzen fürchtet, was der A-ha Sänger nicht ansprach aber vielleicht auch bei seiner Angst eine Rolle spielt, kann ebenfalls beruhigt sein. Denn die Transplantation von Haaren ist nicht sonderlich schmerzhaft. Bei Männern wird meist Körperbehaarung von Armen oder Beinen entnommen und jedes Haar mit Wurzel einzeln wieder eingepflanzt. Die körpereigenen Zellen der Haarwurzeln wachsen dann an neuer Stelle recht schnell wieder fest.

Für den Vorgang genügt eine Pinzette und eine kleine Nadel als Operationsbesteck, außer einem kleinen Pieksen und Ziepen spürt man nicht sehr viel davon. Ein weiterer Furcht-Faktor wäre dann vielleicht noch, was denn so eine Haartransplantation kosten soll - auch wenn sich Morten Harket davor wohl nicht ernsthaft fürchten muss. Die Preise werden meist pro verpflanztem Haar berechnet und der Betrag startet je nach Klinik bei etwa 3-4 Euro pro Haar. Dazu kommen natürlich noch die Kosten für den Eingriff, die Betäubung und den eventuell nötigen stationären Aufenthalt. Doch um wieder mit vollem Haar durchs Leben zu gehen, ist das wohl eine Investition, die ihr Geld ganz und gar wert ist.